Nicht immer freie Werkstatt-Wahl
Das Urteil des BGH (Aktenzeichen VI ZR 182/16) sagt aus, dass ein Geschädigter nicht immer entscheiden kann, das sein Fahrzeug in einer Werkstatt repariert wird, die er selbst ausucht. Viele aus einem Unfall als Geschädigte hervorgegange Fahrzeugbesitzer wollen das Fahrzeug in einer Marken-Fachwerkstatt reparieren lassen, die teurer arbeitet als eine freie.
Die Versicherung kann ihn aber auch auf eine freie Werkstatt verweisen. Es dürfen nur keine Qualitätsunterschiede entstehen.
Ausnahme: Bei einem Fahrzeug ab 3 Jahre Fahrzeugalter, welches bisher immer in einer markengebundenen Fachwerkstatt war, bleibt es bei der Kundenwahl. Wenn das Fahrzeug aber über 9 Jahre alt ist, muss sich der Geschädigte in jedem Fall beugen.

content copyright 1991 - 2017 by Harry Pasiak